01.07.2011
Sarsala
Es läuft die Zeit und wir mit ihr… So schnell gehen die Tage und schon vergisst man die Einträge im Logbuch. Viel ist geschehen. Monica von Herisau war bei uns zu Besuch, Simon und Theresa ist schon lange Geschichte und nun ist noch mein Bruder hier, der mir bei der einen oderen anderen Arbeit hilfreich ist. Viel gab es zu tun, denn unser Ankerkasten hat einen Riss bekommen und dadurch ist Wasser in die Yacht gelangt, welches sich unter dem Bett des Skippers angesammelt hat. Kein Wunder verspührte der einen Drang zum Wasser lösen. Also musste der ganzen Sache auf den Grund gegangen werden. Es gab keine andere Lösung, als die Ankerkette auszufahren, die Ankerwinch zu demontieren und den Ankerkasten-Boden mit Polyester zu behandeln. Da waren dann die alten Automechaniker wieder am Zug, die vor 30 Jahren ganze Kotflügel mit Polyester wieder in Stand gestellt haben. Alles hat wunderbar funktionier. Nur der Arbeitsort war etwas beengt. Da kommt einem dann ein Mägerlimuck wie mein Bruder gerade recht. Aber schliesslich haben wir das ganze abgedichtet, den Boden noch verstärkt und so kann man die Ankerkette wieder getrost einfahren und das Wasser darin läuft wieder sauber durch die Entwässerungskanäle und nicht unter des Skippers Bett.
Der Skipper war zwischendurch noch einige Tage zu Besuch in der Schweiz und nach dem Genuss von sechs Enkeln nun wieder in ruhigeren „Gewässern“ auf dem Schiff. Bald schon naht die Abreise von meinem Bruder. Doch bevor er am 1.7. auf den Flieger geht, will er prompt noch die Hochdruckpumpe meiner Wasserentsalzungsanlage revidieren. Und da geschieht es. Die Feder eines Kolbens bricht. Hochdruckpumpe muss auseinandergenommen und repariert werden. Heinz, mein Kollege in Fethiye besorgt uns eine entsprechende Feder. Kaum ist die drinnen, schrauben wir die Pumpe zu und testen. Schei….. sie ist nicht dicht. Und wir bringen sie auch nicht mehr dicht. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als die Pumpe auszubauen und die Anlage zu konservieren. Dann ein Lichtblick. Ich habe ja einen Kärcher an Bord und der hat drinnen auch eine Hochdruckpumpe. Gesagt getan. Wir müssen ein Uebergangsstück finden und dann passt das Ding in die Anlage. Auch das finden wir in Göcek. Albert geht zurück und ich baue den Kärcher ein und siehe da, er läuft. Wenn wir auch nur noch etwa 100 Liter Wasser pro Stunde herstellen können, so sind wir doch froh, wieder über diese tolle Maschine verfügen zu können. Also Albert herzlichen Dank und bis zum nächsten Mal.
Kaum ist Albert auf dem Flieger heisst es für uns die IRSIRA für neue Besucher herrichten. Anne, Dani und Michaele besuchen uns in den nächsten 14 Tagen. Herzlich willkommen.