13.05.2013 / 14.05.2013

Yalova: 40° 39.347′ N  /  29°16.609′ E

Wir starten gegen Mittag und nehmen Kurs auf die Ausfahrt der Dardanellen. Wir motoren der Fahrstrasse für die Grossschifffahrt entlang und kommen schliesslich ins offene Meer, welches hier Marmara-Meer heisst.  Vor uns liegen die Marmara-Inseln und die westlichste steuern wir an, in der Hoffnung, im dortigen kleinen Hafen noch Diesel bunkern zu können. Eigentlich sollte der Tankinhalt noch reichen bis an die Peripherie von Istanbul, doch sicher ist sicher. Gegen 19.00 Uhr sind wir im  Hafen und stellen fest, dass der Tankwart schon Feierabend hat. Also wieder raus aus dem Hafen und Richtung Yalova weiter. Langsam bricht die Dämmerung herein und eine schmale zunehmende Sichel des Mondes geht im Westen unter den Horizont. Langsam wird es dunkel. Ab und zu begleiten uns Delfine und unterhalten uns mit ihren Schwimmkünsten. Wir haben die Nachtwachen im 2-Stunden Rhythmus eingeteilt. Der Wind ist eingeschlafen, so dass unser Motor die meiste Arbeit verrichten muss. Gegen 05.00 Uhr, Albert hat Wache, meldet sich der VOLVO Penta und erklärt, dass ihm langsam der Diesel ausgeht. Er stottert. Schliesslich stellt er ab. Was bleibt uns anderes übrig, als die 20 Liter Notreserve anzuzehren. Zum Glück liegen wir nur noch rund 15 Meilen vom Ziel entfernt. Nach dem Nachfüllen kommt der Diesel wieder und wir steuern in den ersten Hafen, in dem man Diesel kaufen kann. Der Tanklastwagen fährt am Quai vor und füllt uns unseren Tank und den Reservekanister wieder auf. Mit vollem Tank nehmen wir die letzten 8 Meilen unter den Kiel und kommen pünktlich in der Setur-Marina in Yalova an. Genüsslich liegen wir am Steg und geniessen den Morgen. Doch von Geniessen kann keine Rede sein, denn wir haben ein technisches Problem mit dem Generator. Der versagte seinen Dienst und wir müssen ihn untersuchen. Zu unserem Leidwesen stellen wir einen bösen Fehler fest im Bereich Ventile und Kolben. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als uns mit der Firma Panda-Fischer in Verbindung zu setzen, denn eine Ueberholung und Revision muss durchgeführt werden. So wird also in Yalova unser Geni abgeholt und sobald  er fertig ist, bekommen wir Bescheid, wo und wann wir ihn wieder abholen können.

So geht die Zeit auch vorbei und morgen werden wir den entscheidenden Schlag zur Einfahrt in den Bosporus unter den Kiel nehmen.

This entry was posted on Mittwoch, Mai 15th, 2013 at 8:05 am and is filed under Uncategorized. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.