12.05.2013

Gelibolu: 40°24.341’N  /  26°39.946′ E

Wir ankern vor Gelibolu. Wohl gibt es hier einen Hafen, doch der ist eigentlich nur für die Fährschiffe gebaut. Unablässlich fahren die Fähren von hier, dem europäischen Teil der Türkei, hinüber zum asiatischen Teil. Viele Camioneure wählen diese Route und können so den Grossraum  Istanbul umrunden. Ein Missgeschick ist uns doch heute noch passiert. Gerade haben wir uns fertig gemacht um mit dem Dingi an Land zu gehen. Wir lösen den Aussenbordmotor von seiner Verankerung und hiefen ihn mit einer Umlenkrolle und einem Seil über das Dingi. Da passierts. Die Haltebandagen verrutschen so ungeschickt, dass sich der Motor aus seiner Befestigung lösen kann und er rutscht ab. Leider nicht ins Dingi, sondern einen halben Meter daneben ins Meer. Wir haben keine Chance ihn am Versinken zu hindern. Nun Neptun wird sich freuen, endlich hat er einen Aussenborder und kann auf die Seepferdchen als Zugmittel verzichten. So rudern wir halt an Land und geniessen in einer Locanda trotzdem unser Abendessen. Zurück an Bord sehen wir den nun wieder zunehmenden Mond am Westhorizont rot scheinend versinken. Schon bald zieht es die Einen in die Koje, um in einem Buch noch etwas zu lesen und die anderen schlafen sofort ein. Morgen erwartet uns eine lange Fahrt. Wir haben uns entschlossen, von Gelibolu in einem Zug nach Istanbul zu fahren. Das bedingt einen Nacht-Törn. Um 12.00 Uhr morgen werden wir ablegen und unseren Berechnungen zufolge werden wir gegen 09.00 Uhr des anderen Tages dann in Istanbul sein.

Gelibolu übrigens war der Wirkungsort des türkischen Admirals, Geografen, Seefahrer und Kartograph Piri Reis (1470 – 1554 oder 1555). Für interessierte:  http://de.wikipedia.org/wiki/Piri_Reis

This entry was posted on Sonntag, Mai 12th, 2013 at 3:35 am and is filed under Uncategorized. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.