07.05.2013
Di-Dim:Â 37°20.219′ NÂ /Â 27°15.599′ E
Wieder jagt uns der Wecker früh aus den noch schön warmen Federn. Mit einer Hartnäckigkeit schreit mein Handy, dass es 05.30 Uhr ist. Nun denn auf. Ein Kaffee belebt die noch nicht ganz wachen Lebensgeister und schon bald lösen wir die Leinen, sagen Di-Dim ade und machen uns nordwärts auf den Weg, um Samos zu umrunden. Aufgrund der vorherrschenden Winde entschliessen wir uns, die W-Passage um die Insel zu nehmen anstelle der E-Ecke. Anfangs spielt der Wind mit uns und den Segeln. Heinz justiert und verbessert, doch es will einfach nicht stabil wehen. Erst nach der Durchfahrt kommt der Wind richtig. Zügig gehts mit rund 8 Knoten voran und die nächstgen 30 Seemeilen versprechen ein Segelspass zu werden, was es dann auch wird. Die IRSIRA schiesst vorwärts wie ein junges Reh. Um 18.00 Uhr erreichen wir die Bucht am türkischen Festland, an dessen N-Ende das Dörfchen Alaçati liegt. Ein kleiner feiner Hafen hat für uns noch einen Platz frei. Das Schiff wird vom vielen Salzwasser, welches über gekommen ist, gereinigt. Rachel insistiert zwar und sagt, ihr wäre es lieber etwas Salz an Deck zu haben, dann könnte sie die Fleischstücke direkter würzen. Aber heute gibts nichts zu würzen. Der Koch des nahegelegenen Restaurants verwöhnt uns mit seinen Künsten und so schlagen wir uns die Bäuchlein voll und kehren später auf’s Schiff zurück. Nun zeigt Heinz doch noch eine schwache Seite. Er will jassen! Rachel will nicht und legt sich schlafen. Nun drei Schweizer können ja auch jassen und so machen wir einen Büter. Drei Mal lassen mir meine Kollegen das Spiel und drei Mal verpasse ich ihnen eine zünftige Lektion. Ich glaube, die wollen mit mir nicht mehr jassen. Mal schauen.